KoSI-Lab Wuppertal

Das Leben am Fluss der Wupper, eingerahmt von aufragenden Höhen im Süden und Norden, verlangte den heute hier lebenden 354.000 Menschen seit Jahrhunderten Innovation und Engagement ab. Die Innovationsfähigkeit hat sich in den vergangenen Jahren auch in der wirtschaftlichen und städtebaulichen Entwicklung niedergeschlagen. Wuppertal ist es gelungen, trotz äußerst angespannter Haushaltslage wichtige Strukturprojekte wie die Entwicklung eines ehemaligen Kasernengeländes und eines alten Bahngeländes zu frequentierten Industrieparks voranzutreiben. Ebenso konnte der Forschungs- und Wissenstransfer mit der Bergischen Universität Wuppertal ausgebaut und die Einschreibungen an der Universität auch durch die Erweiterung der Fachbereiche auf 21.000 Studenten gesteigert werden. Die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes als neues Eingangstor zur Innenstadt soll die überregionale Bedeutung der Stadt als Einkaufsstadt stärken.

In Wuppertal besteht aber auch eine Tradition des Ehrenamtes, die bereits im Zeitalter der Industrialisierung entstanden ist. Damals haben sich reiche Unternehmerfrauen um das leibliche Wohl der armen Arbeiterkinder gekümmert. Die ersten Armenspeisen sind entstanden, aus denen sich das so genannte „Elberfelder System“ entwickelt hat, welches Vorbild für viele Städte wurde. Anfang des 20. Jahrhunderts haben sich in Wuppertal  (damals noch Elberfeld und Barmen) Bürgervereine gegründet, die sich um die Verschönerung der Stadtteile gekümmert haben. Bis heute sind in Wuppertal rund 30 Bürgervereine erhalten geblieben, die teilweise mehr als 100 Jahre alt sind.

Die Engagementbereitschaft der Bevölkerung ist  geblieben, die Einsatzfelder haben sich aber verändert. Neben den Traditionsvereinen sind zahlreiche neue Organisationen und Initiativen entstanden. Die Menschen bringen sich verstärkt dort ein, wo es einen persönlichen Bezug gibt. Das kann sowohl der Musikverein um die Ecke sein, weil Musik ein Hobby ist oder auch eine Flüchtlingsinitiative in der Nachbarschaft, um eigene Ängste abzubauen und den Ankommenden helfen zu wollen, sich einzuleben. Aus Bürgerengagement entstanden auch bedeutende Strukturprojekte wie die Nordbahntrasse als Verbundachse für den Fahrradverkehr, die das Bild einer erstarkenden Stadt abrunden. Hier zeigt sich, dass durch Unterstützung innovativer Ideen, Realität werden kann, was früher nicht möglich erschien.

KoSI-Lab: Weiterentwicklung einer bürgerschaftlichen Institution in Wuppertal. Die bestehende Einrichtung, die unabhängige Freiwilligenagentur „Zentrum für guten Taten“, entwickelt anhand der Forschungsergebnisse in Wuppertal – unterstützt von der Stadt Wuppertal – proaktiv eine Ausweitung ihrer Handlungsfelder in Richtung eines KoSI-Labs, eingebunden in den Dialog der Stadtgesellschaft mit vielfältigen bürgerschaftlichen Initiativen in den Feldern Nachhaltigkeit und demografischer Wandel.

Kontakt

Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie

Oscar Reutter
Tel: 0202 2492-267
Email:

Marco Hasselkuß
Tel: 0202 2492-116
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Martina Schmitt
Tel: 0202 2492-128
Email:

Stadt Wuppertal, Geschäftsbereich Bürgerbeteiligung, Recht, Beteiligungsmanagement, E-Government

Jochen Siegfried
Tel: 0202 563-4500
Email:

Angelika Leipnitz
Tel: 0202 563-6501
Email:

Clara Utsch
Email:

Zentrum für gute Taten e.V.

Ralf Keller
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Leo Braunleder
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Diethard Kuhne
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